Die Flussbadeanstalt am Rehsumpf – eine Naturidylle an der Jonitzer Mulde


Das Flussbad am Rehsumpf in der Wasserstadt von Dessau-Roßlau ist einer der ältesten noch erhaltenen Flussbäder in Deutschland. Es wurde 1907 gegründet, in den zwanziger Jahren von Hugo Junkers mit Projekten wie dem Bau eines Vereinsheims unterstützt und in DDR Zeiten wurde es zum geselligen und sportlichen Treffpunkt. Hier lernten viele Dessauer schwimmen, feierten ihre Jugendweihe, Geburtstage und Hochzeiten. Doch nach der Wende und mit den Hochwasserschäden 2013 ging die Nutzung zurück. Das Bad verfiel. Jetzt, in einer Zeit der Renaissance der Flussbäder in Europa, setzt sich der Verein Rehsumpf e.V. für die Erhaltung und Instandsetzung der ältesten erhaltenen Flussbadeanlage in Deutschland ein. Die Anlage war vom Abriss bedroht und wird nun durch das Engagement des Vereins aus Hochwassermitteln sowie Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Lotto-Toto-Stiftung grundlegend erneuert. Das Flussbad wurde vom Land Sachsen-Anhalt ins Programm „Land der Moderne“ aufgenommen und damit die herausragende geschichtliche Bedeutung dieses Ortes als Zeugnis der Lebensreform gewürdigt. Es ist einer der touristischen Vorzeigeorte auf dem Kultur- pfad des Landes Sachsen-Anhalt.

Ihre Ideen, Konzepte und Ihr Engagement sind gefragt. Machen Sie es wie Hugo Junkers und entwickeln Sie die Anlage am Rehsumpf zu einem attraktiven Ort der Erholung und der Geselligkeit Dessaus.



Der Verein “Rehsumpf” e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Gelände des Flussbades im Rosenthal an der Jonitzer Mulde und am Rehsumpf mit der zugehörigen Gebäudesubstanz, der Brücke und dem Schwimmbad (im folgenden verkürzt „Rehsumpf“ genannt) zu erhalten und wieder einer Nutzung zuzuführen. Dazu wurde am 16.8.2016 im Bauausschuss ein Moratorium erwirkt, mit der Maßgabe ein Konzept für die Instandhaltung und Nutzung der gesamten Anlage bis Ende

Oktober 2016 vorzulegen. Das Leitmotiv der Sanierung und Nutzung nimmt die Tradition der Lebensreform wieder auf: “Mehr Licht, Luft und Sonne” und interpretiert es für die Zeit des Klimawandels als “Mit dem Wasser leben”. Die Badeanlage soll wieder ein Vereinsbad werden und für die Zwecke in der Tradition der Lebensreform, der Erholung, des Spiels und Sports in freier Natur genutzt werden. Dazu sollen die Nutzungen, die auf dem Gelände vor dem Hochwasser 2013 da waren und sichtbar sind, aktiviert werden.